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ASS-Schüler bei französischen Filmtagen Tübingen

Am 7. November besuchten 48 Schülerinnen und Schüler der Französisch-Kurse der Albert-Schäffle-Schule und der Fritz-Ruoff-Schule die Französi-schen Filmtage Tübingen. Schließlich handelt es sich um das größte Festival des französischen Films im deutschsprachigen Raum, an dem Kinos in Tübingen, Reutlingen und Stuttgart teilnehmen. Vor allem aber bildet das Festival eine wichtige kulturelle Brücke zwischen Frankreich und Deutschland.

Für die Französisch-Klassen an der ASS und der FRS und ihre beiden Lehrerinnen D. Riemen-schnitter und R. Junginger war diese Veranstaltung vielfach lohnenswert:

Die Schüler konnten ihre Sprachkenntnisse aus dem Unterricht anwenden und überprüfen, wie gut sie einen Film auf Französisch verstehen. Zudem boten ihnen die Filme Einblick in die aktuellen Diskurse der französischen Gesellschaft und die Chance, ein pädagogisch wertvolles Werk zu sehen, das im deutschen Kino wahrscheinlich sonst nicht gezeigt wird. Nicht zuletzt führt das Festival den Schülern vor Augen, welch große Bedeutung die Sprache besitzt, die sie lernen, und wie eng und lebhaft die Beziehung zwischen Frankreich und Deutschland ist.

Zur Auswahl standen der Klasse zwei Filme, die zeitgleich in Reutlingen gezeigt wurden. Der Film „Corniche Kennedy“ von Dominique Cabrera weckte dabei ein deutlich größeres Interesse. Er spielt im sommerlichen Marseille, wo sich die junge Suzanne aus gutbürgerlichem Hause einer Gruppe jugendlicher Klippenspringer anschließt. Fasziniert von dem Gefühl der Freiheit und dem Risiko, verliebt sie sich und taucht tief in die Welt einer Jugendgang ein. Allerdings holt sie dann die Realität ein, denn ihre neuen Freunde haben auch eine kriminelle Seite, weshalb ihnen die Polizei auf den Fersen ist.

Der kanadische Film „1:54“ von Yan England dreht sich dagegen um den 16-jährigen Tim, einen vielversprechenden Nachwuchsathleten, der Leistungsdruck und gnadenlosem Schulalltag ausgesetzt ist. Als sein Freund sich als homosexuell outet und an den Erniedrigungen zerbricht, ist Tim zutiefst erschüttert, handelt dann aber mit dem Mut der Verzweiflung. 

Am Ende waren sich alle Schülerinnen und Schüler einig, zwei anregende Filme gesehen zu haben, die sie auch nach der Vorstellung noch beschäftigten. Allerdings erschwerten die kanadische Sprache des einen und der Marseiller Vorstadtslang des anderen Films ihr Hörverstehen. Trotzdem betonten die Schüler, dass sie auch nächstes Jahr wieder gerne an den Französischen Filmtagen teilnehmen würden.

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