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Burgfräulein und Burgherren für drei Tage -
Die Kennenlerntage der WGEC

Klettern Burgmauer

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne – so schrieb einst Hermann Hesse in seinem Gedicht „Stufen“. Damit die neuen Schüler an der ASS ihren Anfang auf dem Säer auch wirklich als einen solchen Zauber empfinden, dazu bedarf es Unterstützung. Schließlich warten auf alle Schüler der Eingangsklassen eine völlig neue Schulform, neue Lehrer, neue Mitschüler und neue Fächer wie BWL oder privates Vermögensmanagement.

Um diese Herausforderungen leichter zu meistern, verbringen alle Eingangsklassen in der zweiten Schulwoche nach den Sommerferien klassenweise drei gemeinsame Kennenlerntage im Pfadfinderzentrum Schachen oder auf der Burg Derneck im Lautertal.  

Auch die Schüler der WGEC durften sich drei Tage lang als Burgherren und Burgfräulein fühlen. Ziel der gemeinsamen Zeit auf der Burg Derneck war es, dass sich eine gute Klassengemeinschaft entwickelt und ein Vertrauensverhältnis zwischen den Schülern und ihren beiden Begleitern, Klassenlehrer Herr Nagler und Sportlehrer Herr Eisele, entsteht. Schließlich sind dies wichtige Voraussetzungen für eine gute Lernatmosphäre im Klassenzimmer. Außerdem sollten die neuen Schüler zentrale Werte der ASS frühzeitig einüben, wie Verantwortungsbewusstsein, Selbstständigkeit, Rücksichtnahme, Pflichtbewusstsein und Respekt.

Um diese Ziele zu erreichen, wurde den jungen Gymnasiasten ein vielfältiges Programm geboten, bei dem stets der Gruppengedanke im Mittelpunkt stand. Beispielweise saßen alle Teilnehmer einen Nachmittag lang buchstäblich in einem Boot, oder genauer gesagt in einem Kanadier. Denn nach einer kurzen Einführung von Herrn Eisele wurde bei strahlendem Sonnenschein in den schuleigenen Kanadiern die große Lauter unsicher gemacht. Dabei paddelten jeweils zwei bis drei Schüler gemeinsam und pflegten so automatisch ihren Teamgeist, da man im Kanadier auf jeden einzelnen Mitfahrer angewiesen war. Freiwillig konnten sich die Schüler außerdem an der Burgmauer abseilen und so Mut und Vertrauen testen. Stolze zehn Schüler nahmen diese Herausforderung an und bestanden sie bravourös. Einen Nachmittag lang traten alle Teilnehmer außerdem in einer sog. Klassenolympiade in verschiedenen Teams gegeneinander an und duellierten sich in 12 Disziplinen. Gefragt waren dabei Geschicklichkeit, Allgemeinbildung, Schnelligkeit und Kraft, vor allem aber Gemeinschaftsgeist und Humor. Selbstverständlich gab es während der drei Tage auch genügend Freizeit, die die jungen Teilnehmer ohne die Lehrer genossen – sei es bei Volleyball, Badminton, Tischtennis oder Fußball oder indem sie sich einfach miteinander unterhielten und die Sonne genossen.

Für das Essen durften die Schüler während der Kennenlerntage ebenfalls selbst sorgen. Das hieß, dass der Speiseplan zuvor von der Klasse festgelegt wurde, die Einkäufe eigenständig erledigt und alle Mahlzeiten in kleinen Kochteams selbst zubereitet wurden. Entgegen aller Befürchtungen in skeptischen Lehrerkreisen erwiesen sich die kulinarischen Ergebnisse als ausgesprochen lecker. Neben ihren kulinarischen Fertigkeiten als maître de cuisine in der Burgküche bewiesen die jungen ASS-Mitglieder dabei eindrucksvoll ihre Selbständigkeit und Verantwortungsbereitschaft. Manch ein Schüler, der es zum Frühstück nicht ganz rechtzeitig aus den weichen Federn schaffte, stellte bei den Strafliegestützen außerdem noch seine Sportlichkeit unter Beweis.

Abends grillten die müden Helden dann gemeinsam am lauschigen Lagerfeuer. Danach öffnete das improvisierte Burgkino seine Pforten. Nachdem am ersten Abend die Filmwahl des Klassenlehrers, der vierfache Oscargewinner „Shape of water“, beim jungen Publikum krachend durchgefallen war, sorgte die anspruchsvolle und thematisch passende Komödie „Fack ju Göhte 3“ am zweiten Abend dann für exzellente Laune vor der Großbildleinwand.

So bleiben drei schöne Kennenlerntage außerhalb des üblichen Klassenzimmers in Erinnerung mit wenig Langeweile, aber dafür umso mehr Gemeinschaft. Und selbst die größte Hürde bestanden die Schüler mit Bravour – die katastrophale Internetverbindung auf der Burg – ohne dass ernsthafte Entzugserscheinungen festgestellt wurden.  

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