Das Richtfest des ASS-Neubaus

Richtfest

„Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen“, das wusste bereits Benjamin Franklin, der Gründervater der USA. Dieses Zitat machte sich der Esslinger Landrat Heinz Eininger zu eigen, als er am 19.11.2018 ca. 80 Gäste, unter ihnen die Schulleitung und viele Lehrer der ASS, zu einem feierlichen Anlass begrüßte: Dem Richtfest für den Neubau unserer Schule. Gerade einmal acht Monate nach dem Baggerbiss freute sich der Landrat ebenso wie seine Zuhörer darüber, dass die Bauarbeiten nicht nur im Zeitplan sind, sondern diesem sogar vorauseilen. Dies sei „ein Zeichen für die Leistungsfähigkeit des lokalen Mittelstandes und Handwerks.“ Und das Ergebnis kann sich im wahrsten Sinn des Wortes sehen lassen. Denn mittlerweile ist der Rohbau schon von weitem nicht mehr zu übersehen und alle drei Stockwerke stehen. Die L-förmige Struktur ist gut erkennbar, das großzügige Atrium wirkt einladend tageslichtdurchflutet, viele Klassenräume sind begehbar und teilweise sind sogar schon Fenster eingebaut.

Unter der festlichen Richtkrone zählte Heinz Einiger nochmals die Vorteile des neuen Schulhauses auf: Die Lage des Neubaus im Grünen auf dem Säer mit seinem weiten Ausblick bis zur Schwäbischen Alb symbolisiere „die Horizonterweiterung, die die Schüler an der ASS erhalten.“ Außerdem sei der Neubau „in technischer Hinsicht richtungsweisend“. Nicht nur hinsichtlich seiner Ausstattung, die „zeitgemäßes Unterrichten ermöglicht“, sondern auch bei der Klimaschonung. Denn das Gebäude sei „weitgehend CO2-neutral und unterschreitet die Energieeinsparverordnung um stolze 37 Prozent.“ Damit Schüler und Lehrer auch an heißen Unterrichtstagen kühlen Kopf bewahren, gibt es künftig „ein innovatives adiabates Kühlungssystem,“ das auf dem Verdunstungsprinzip basiert.

Richtfest

Außerdem betonte Heinz Eininger, dass auf dem Säer ein „Schulcampus mit Synergien entsteht“, da mit der benachbarten Fritz-Ruoff-Schule Fachräume, der Sportplatz, die Turnhalle, die Mensa und die Bibliothek gemeinsam genutzt werden. Außerdem sei es „gerade in Zeiten, in denen es keine Zinsen gibt, sinnvoll zu investieren.“ Vor allem stärke der Neubau langfristig den lokalen Wirtschaftsstandort, da „Bildung unsere wichtigste Ressource ist“ und besonders an einer beruflichen Schule wie der ASS „Jugendliche fit für den Beruf gemacht werden.“
In seinem anschließenden Grußwort lobte der Geschäftsführer der ausführenden Baufirma „Wolff & Müller“, Cliff Kürschner, das „miteinander Bauen“, also „die konstruktive Zusammenarbeit zwischen den Ingenieuren, Architekten, Baufachleuten, Vertretern des Landratsamtes und nicht zuletzt den künftigen Nutzern des Neubaus. Dieser frühzeitige Austausch sei ein wichtiges Erfolgsgeheimnis für ein gelungenes Gebäude.

Richtfest

Nach dem Richtspruch des verantwortlichen Poliers ging es für alle Gäste aus der Eiseskälte ins Warme. Denn in drei künftigen Klassenzimmern wartete der sog. Richtschmaus mit einem Buffet der „Ebermann Gastronomie“. Das bewies, dass Maultaschen und Kartoffelsalat ein wahrhafter Gaumenschmaus sind, wenn sie aus dem Restaurant Linde kommen. Für den Ohrenschmaus zuständig war die Band aus Lehrern und Schülern, die das neue Schulhaus musikalisch begrüßte. Bedient wurden die Gäste von den Schülern der Klasse WGJ2C, denen ebenso wie den Musikern ein herzliches Dankschön für ihr Engagement gebührt.
Bleiben die Arbeiten weiter im Zeitplan, dann wird voraussichtlich schon im Frühjahr 2020 in unserer neuen schulischen Heimat nicht nur musiziert, gegessen und gefeiert, sondern auch unterrichtet.

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