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Die VABO-Klasse im Einsatz für die Vesperkirche Nürtingen

Am 22.02.2019 blieb das Klassenzimmer der VABO-Klasse, die von jugendlichen Asylbewerbern und Schülern ohne Deutsch-Kenntnisse besucht wird, ausnahmsweise leer. Denn die Jugendlichen aus Eritrea, Sudan, Kamerun, Afghanistan, Irak und der Ukraine engagierten sich an diesem Tag tatkräftig für die Vesperkirche im Roßdorf. Unter dem Motto „gemeinsam an einem Tisch“ versammelten sich dort im Februar jeden Mittag Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Generationen, die von finanziellen Problemen geplagt sind, zum Essen in großer Runde. Bekocht und bedient wurden diese Gäste von ehrenamtlichen Helfern, unter denen an diesem Mittag die VABO-Schüler der ASS waren. Die Schülerinnen bedienten im Speisesaal, während die Jungs entweder bei der Essensausgabe oder hinter den Kulissen in der Spülküche tätig waren. Dabei glänzten alle mit besonderer Einsatzbereitschaft und Hilfsbereitschaft, die von den Organisatoren und Kollegen ausdrücklich gelobt wurde. Selbst als eine VABO-Schülerin die bittere Erfahrung machte, dass nicht jeder Gast sich von einer Kellnerin mit Kopftuch bedienen lassen möchte, ließ sie sich nicht aus der Fassung bringen, sondern arbeitete nach kurzer Aufmunterung durch ihre Mitschüler engagiert sogar bis nach dem offiziellen Feierabend weiter. 

Vabo Vesperkirche

Am Ende des Arbeitstages waren sich die Kollegen einig: „Wir hatten schon viele Schülergruppen hier, aber selten hat uns eine so tatkräftig unterstützt wie diese VABO-Klasse.“ Besonders hervor taten sich die fleißigen Jungs, die in der Spülküche im wahrsten Sinne des Wortes schufteten und sich auch für körperlich anstrengende und schmutzige Arbeit nicht zu fein waren. Ein Vorteil dieses Tages war, dass die ausländischen Jugendlichen die Gelegenheit hatten, ihre Sprachkenntnisse aus dem Unterricht anzuwenden und zwar im hektischen Arbeitsalltag im Kontakt mit deutschen Kollegen, die vieles konnten, aber kein Hochdeutsch. Schön fanden die Schüler, dass sie Teil einer Gemeinschaft von Helfern waren, was sich nicht nur beim Arbeiten, sondern auch beim gemeinsamen Mittagessen zeigte, wo reichlich gescherzt, gelacht und die ein oder andere Anekdote aus dem Deutschunterricht zum Besten gegeben wurde. Befriedigend war für alle beteiligten Schüler das Gefühl, einmal nicht hilfsbedürftig zu sein, sondern selbst Anderen helfen und etwas zurückgeben zu können.

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