Die SMV stellt sich vor

Die SMV der Albert Schäffle Schule, das sind wir VerbindungslehrerInnen sowie die SchülersprecherInnen und alle KlassensprecherInnen.


Schüler wie Lehrer tragen aktiv mit Verantwortung dazu bei, dass die Schule ein angenehmer Lern- und Lebensraum wird. Dazu finden jedes Jahr tolle Veranstaltungen statt.

Jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit verwandelt sich die Aula  in einen „Weihnachtsmarkt“. Kulinarische und unterhaltsame Angebote der einzelnen Klassen laden zu einem gemeinsamen Miteinander ein, um die besinnliche Jahreszeit einzustimmen.

Das Frühjahr startet mit dem „ASS-Tag“, der viele Möglichkeiten bietet, Gemeinsamkeit und Austausch sportlich und kulturell zu erleben. Wir VerbindungslehrerInnen freuen uns über rege Mitarbeit  und neue Vorschläge von SchülerInnen und KollegInnen.

Eine Antwort auf den kleinen (und auch großen) Hunger liefert im Juli das SMV-Frühstück. Im Rahmen eines gemeinsamen Frühstücks können SchülerInnen und LehrerInnen das Schuljahr Revue passieren lassen und wohlgesättigt in die Ferien starten.

Die Blutspendeaktion sowie die Valentinsherzaktion sind weitere Veranstaltungen, die von der SMV geplant und durchgeführt werden.


Nix dabei?


Veränderung fängt mit Dir an! Mach die Schule auch zu deinem „Wohlfühlraum“ und bring dich und deine Ideen mit ein.

Wir sind für alle Schüler, Lehrer und Interessierten erreichbar unter schuelersprecher@ass-nt.de oder in unserem SMV-Raum 128 dienstags in der ersten großen Pause.

Unsere Ziele sind die Verbesserung der Kommunikation zwischen Schülern, Lehrern und dem Facility Management, die Erhöhung von Sauberkeit und Ordnung im Schulhaus, die vermehrte Präsenz der SMV im Schulalltag, die aktive Mitgestaltung eines vielfältigen Schullebens sowie eine verbesserte Dokumentation der unterschiedlichen Schüleraktivitäten zur besseren Außendarstellung der Schule. Wir sehen uns als Vorbilder und fordern auch unsere Mitschüler dazu auf, sich aktiv einzubringen. Uns ist weiterhin wichtig, mit benachbarten Schulen regen Austausch zu betreiben und uns dort Anregungen für eine gelungene SMV-Arbeit zu holen.  


Die Verbindungslehrerinnen:
Sarah Bauer: ba@ass-nt.de und
Lisa Leib: le@ass-nt.de

Interview mit den Schülersprechern

Wie wird man eigentlich Schülersprecher? War eine spezielle Wahlkampagne nötig, um gewählt zu werden? Gibt es Wahlversprechen, an denen ihr seit der Wahl gemessen werdet?

Marvin: Es wird eine SMV-Sitzung einberufen, bei der man sich zur Wahl aufstellen lässt. Dort stellt man sich kurz vor und erläutert, was man als Schülersprecher gerne bewegen und warum man das Amt gerne innehaben möchte.

Simon: Ganz grundsätzlich wird die Wahl wie jede andere Wahl auch im Rahmen der Wahlgrundsätze durchgeführt, also frei, geheim usw. Die Kandidaten, d.h. die Klassensprecher, haben die Möglichkeit, sich unmittelbar vor der Wahl vorzustellen und für sich Werbung zu machen, zu erklären, warum sie dieses Amt übernehmen wollen, warum sie gewählt werden sollten. Aber eine richtige Wahlkampagne gibt es eigentlich nicht. Die meisten von uns haben zwar verbesserungswürdige Dinge kritisiert und neue Ideen geäußert, die sie umsetzen wollen, aber wirkliche Wahlversprechen gab es nicht. 

War es Vorgabe, dass ihr alle aus unterschiedlichen Schularten seid?

Marvin: Frau Leib (die Verbindungslehrerin, Anm. d. Red.) kam zu mir und äußerte den Wunsch, dass möglichst von allen Schularten jemand vertreten sein sollte. Sie fragte mich, ob ich es mir vorstellen kann.

Elba: Von jeder Klasse war der Klassensprecher dabei. So hat sich diese Konstellation ergeben.

Warum habt ihr euch für den Posten denn zur Verfügung gestellt?

Yusuf: Um Verantwortung zu übernehmen und weil ich es mag, mit Menschen zu reden. Ich hätte es mir aber ein bisschen anders vorgestellt und gedacht, dass ab und zu Schüler auf mich zukommen und mir ihre Probleme schildern, sodass ich ihnen dann helfen kann. Das kam bis jetzt jedoch nicht vor.

Simon: Ich denke, ich spreche für mehrere von uns, wenn ich sage, dass wir Dinge ändern wollten, die wir als Schüler als störend empfunden haben oder ändern wollten, indem wir neue Ideen einbringen. Ich selbst war auf der Realschule, wo es immer ein SMV-Turnier gab. Das habe ich hier ein bisschen vermisst, es gab nur ein Schuljahresendturnier in abgeänderter Form. Da sind wir jetzt gerade dran, dieses Turnier umzusetzen.

Marvin: Ich habe gesehen, dass die Schularten ziemlich voneinander getrennt sind. Also man bekommt nicht mit, was das WG oder das BK macht. Es fehlt ein bisschen die Verbindung. Daher wollte ich es mir zur Aufgabe machen, dies zu ändern. Zudem ist es mein letztes Jahr hier und ich wollte etwas zurückgeben und etwas ändern.

Was sind konkret eure Aufgaben?

Yusuf: Sachen organisieren, wie Mitteilungen an die Mitschüler. Es gibt eine SMV-Gruppe bei Whatsapp, über die wir die Klassensprecher informieren.

Elba: Ich würde auch sagen, dass wir ein Bindeglied sind. Wir sind für die Schüler da. Wenn sie Wünsche haben, wollen wir dafür sorgen, dass sie in Erfüllung gehen. Aber natürlich sind wir auch für die Lehrer da, sodass wir auch Wünsche der Lehrer an die Schüler herantragen können. Oder wenn Herr Köble etwas mitzuteilen hat, z.B. bzgl. der Toiletten, haben wir die Aufgabe, das zu vermitteln.

Marvin: Allgemein finde ich, dass die Aufgabe der Schülersprecher gar nicht genau definiert ist. Es fehlt eine klare Beschreibung unserer Aufgabe. Es gibt keine festgeschriebene Struktur. Wenn wir alle nächstes Jahr keine Schülersprecher mehr wären, dann würde nichts im strukturellen Bereich von uns übrigbleiben. Ich denke da z.B. an die Andacht und was wir dafür gemacht haben. Oder auch den SMV-Raum, der nicht richtig genutzt wird. Hier gibt es noch viel Verbesserungspotential, um Strukturen zu schaffen, die es unseren Nachfolgern ermöglichen, zu wissen, was zu tun ist.

Simon: Das ist, so glaube ich, ein grundsätzliches Problem der Schülersprecher. Sie werden alleingelassen oder haben zumindest keine klar definierten Aufgaben. Das war auch an meiner alten Schule so. Dort mussten wir alles selbst anstoßen. Hier haben wir das Glück, dass die Schulleitung uns gegenüber sehr aufgeschlossen ist.

Simon Henzler

Welche SMV-Veranstaltungen gibt es eigentlich an der ASS schon? Und welche Veranstaltungen wünscht ihr euch noch?

Simon: Also konkret gibt es ja schon das SMV-Frühstück am Ende des Schuljahres. Ansonsten fällt mir eigentlich nichts ein. Es gibt eigentlich kein konkretes SMV-Event, das die SMV selbst organisiert.

Marvin: Außer vielleicht noch der ASS-/ Wintersporttag.

Simon: Ja genau, aber das ist nicht wirklich eine SMV-Veranstaltung. Wir wollten eigentlich noch ein Sportturnier am Ende des Jahres durchführen.

Elba: Was mir noch im Kopf herumschwirrt, ist die Idee, ein Konzert zu veranstalten. Ich erinnere mich noch daran, dass die 13er dies damals durchgeführt hatten. Wir haben ja jetzt mit Felix Harrer einen Sänger, der auch schon bei The Voice of Germany dabei war. Vielleicht kann man mit seiner Hilfe solch ein Konzert veranstalten. Das wäre eine Idee, um die SMV auch mal wieder präsent werden zu lassen. Aber diese Ideen sind schwer umzusetzen, da wir ja bald einen Schulwechsel haben und wieder neue Örtlichkeiten. Wir haben aber auch noch nicht über alle Ideen gesprochen.

Simon: Eine Schwierigkeit für die Planung von Veranstaltungen ist sicherlich das neue Gebäude. Wir besuchen zwar am Donnerstag das neue Schulhaus, haben aber noch keine Ahnung, wie es dort aussieht und was schon geplant ist. Wir wurden schon einmal darauf angesprochen, was sich die Schüler im Hinblick auf Schülerräume wünschen. Wenn wir dort waren, können wir sicherlich mehr dazu und auch zur Umsetzung von zukünftigen Plänen sagen. 

Was ist denn eure Lieblingsveranstaltung an der ASS?

Elba: Meine Lieblingsveranstaltung an der ASS ist der Weihnachtsmarkt, weil ich da das Gefühl habe, dass eine Gemeinschaft der verschiedenen Kulturen da ist. Alle sind zusammen und es gibt ein Miteinander. Man bekommt das Bild von der Albert-Schäffle-Schule, dass es sich hier um eine Gemeinschaft handelt. Besonders an dieser Veranstaltung bekommt man das Wir-Gefühl vermittelt, in dem sich verschiedenste Kulturen präsentieren und sich darauf einlassen. Beim Weihnachtsmarkt gibt es verschiedene Stände. Z.B. haben die VABO-Schüler ihre landestypischen Mahlzeiten angeboten und wir durften uns daran beteiligen. Es ist ein Geben und Nehmen, bei dem die Schüler etwas beitragen und organisieren. Zudem fängt das Ganze mit dem Gottesdienst an, wo für alle etwas dabei ist. Es gibt Beiträge aus dem Christentum, aus dem Judentum und aus dem Islam und das ist für mich etwas ganz Besonderes. Wir leben in einer Zeit, in der Rassismus wieder an Kraft gewinnt und die Weihnachtsfeier ist ein Ort, wo das nicht stattfindet.

Simon: Sonst gibt es eine Trennung zwischen den Schularten. Aber hier hat man das Gefühl, man ist eine Gemeinschaft. Man sieht alle Leute an der Schule, was sonst nicht der Normalfall ist, und es ist schön zu sehen, wer eigentlich alles an der Schule ist und was jeder vorbereitet hat.

Yusuf: Mir gefällt auch, wie man diesen Tag mit der Klasse organisiert. Auch wenn man nicht viel Umsatz macht.

Marvin: Ich finde irgendwie auch noch den Infoabend für die neuen Schüler cool, zumindest, wenn man da ist und neue Schüler informieren kann. Denn meistens ist es dann so, dass man Interessenten aus seinem Ort sieht oder Leute, die man von früher kennt. Hier hat man die Chance, zu erfahren, was diese Leute jetzt machen wollen und ihnen Ratschläge und Tipps zu geben. Ich finde das schön, weil man dadurch den künftigen Schülern etwas Gutes auf den Weg mitgeben kann.

Wie organisiert ihr euch denn? Trefft ihr euch regelmäßig?

Elba: Bei uns ist es schwer, alle unter einen Hut zu kriegen, weil ich z.B. arbeite und nicht immer da bin. Wenn ich dann da bin, habe ich meistens Terminstress wegen den Klassenarbeiten. Ich denke mal, das gilt für die andern auch. Aber es ist so, dass wir uns treffen, wenn die Möglichkeit besteht. Ansonsten diskutieren wir auf WhatsApp.

Simon: Die Whatsapp-Gruppe ist eine gute Alternative zum Treffen. Wir haben es meines Wissens nach selten geschafft, uns zu treffen. Vieles kann man so klären.

Marvin: Ich würde mir wünschen, dass wir uns einmal im Monat zusammensetzen, auch mit den Verbindungslehrerinnen. Wenn man sich sieht, kann man die Ideen direkt besprechen und diskutieren, das fände ich besser.

Elba: Ich wollte noch anmerken, dass wir uns schon treffen, wenn es wirklich wichtig ist, z.B. vor der Weihnachtsandacht.

Wie können euch die Mitschüler euch erreichen?

Simon: Man kann uns wie die Klassensprecher direkt ansprechen. Die Mitschüler können sich auch an die Verbindungslehrerinnen oder die Klassensprecher wenden. Denn wir haben eine SMV-Gruppe bei WhatsApp, in der die Klassensprecher uns erreichen können.

Elba: Bei Sturmtief Sabine haben uns auch alle erreicht und es gab eine Menge Nachrichten. Es ist aber vielleicht sinnvoll, hier noch einmal klar zu sagen, wo wir persönlich erreichbar sind. Also ich bin alle drei Wochen in R. 301. Wenn die Mitschüler ein Anliegen haben, das sie nicht mit dem Klassensprecher klären können, dann sollen sie bitte auf uns zukommen. Dafür sind wir da. Man sieht unser Bild auch am Eingang zum Lehrerzimmer. Hier mein Appell an die Mitschüler: Bitte kommt auf uns zu!

Marvin: Ich hätte noch die Idee, dass eine Umfrage bei den Schülern gemacht wird. Zum Beispiel nach den Pfingstferien, da wir dann schon eine gewisse Zeit im Neubau sind und so sehen einige vielleicht noch Verbesserungsmöglichkeiten, welche wir dann angehen können.

Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit den Lehrern und der

Schulleitung?

Elba: Ich denke, wir haben zum Glück eine Schulleitung die offen für unsere Anliegen ist und die uns immer höflich und respektvoll empfängt. Mit Herrn Gundelsweiler kann man über alles reden. Und wenn wir ein Anliegen haben, können wir es der Schulleitung sagen und sie sagt, ob es klappt oder nicht. Der Austausch ist gut.

Simon: Dass Lehrer auf uns zukommen, passierte bisher selten.

Was habt ihr als Schülersprecher bisher auf die Beine gestellt?

Simon: Wir haben bei der Weihnachtsandacht eine Rede gehalten und für den Valentinstag diverse Durchsagen gemacht. Zudem haben wir die Geschenke zum Valentinstag verteilt.

Marvin: Ich habe eine lange Liste von Dingen, die ich gerne noch machen möchte. Z.B. das angesprochene Sportturnier, die Umfragen über das Schulklima und den Neubau, ein Tag der Nachhaltigkeit mit Seminaren, Musik, Essensständen, Infoständen und Aktionen.

Welche Themen beschäftigen die Schüler an unserer Schule derzeit am meisten?

Alle: Coronavirus.

Simon: Wenn es ein Thema gibt, mit dem sich in der Klasse derzeit alle beschäftigen, dann ist es Corona.

Elba: Man kommt eigentlich nicht daran vorbei.

Simon: Ich war vorhin im Krankenhaus und habe gesehen, dass es schon einen separaten Bereich gibt.

Elba: Im Fußballverein auch. Oberensingen hat es jetzt in die Tagesschau geschafft. Denn beim Festplatz gibt es eine DriveIn-Teststation.

Marvin: Bei uns ist der Neubau ein großes Thema, ob zum Beispiel die IT funktioniert. Wir werden jedoch von Herrn Erdmann und Herrn Kirchner gut aufgeklärt und bekommen viele Neuigkeiten mitgeteilt.

Elbasan Emerllahu

Was zeichnet eurer Meinung nach die ASS aus?

Elba: Die ASS bietet ein vielfältiges Angebot für Schüler. Unabhängig davon, ob man aus einer Hauptschule, Realschule oder von einem Gymnasium kommt, bietet sich für jeden Schüler ein geeigneter Weg an. Ein weiteres Plus sind die Besonderheiten, welche die ASS zu bieten hat, z.B. das Abitur mit internationaler Ausrichtung, das Wahlfach Finanzmanagement, unterschiedliche Seminarkurse in der Kursstufe und der Schüleraustausch mit China. Ebenso das Angebot außerhalb des Unterrichts, wie die Jufiassco, die Schüler-Lehrerband oder auch der Schüler-Lehrerkick. In meinen Augen sticht die ASS durch die Bestbesetzung der Lehrkräfte und die Art und Weise, wie die Schule geführt wird, besonders heraus. Also die Kommunikation zwischen Lehrer und Schüler ist einzigartig. Ich hatte als Schüler noch nie Angst, dass ich mit einen meiner Lehrer stören würde, wenn ich etwas gebraucht habe. Kurz und knapp kann man sagen, dass das Eis ziemlich schnell gebrochen wird. So ist es auch mit der Schulleitung. Bei Problemen, die nicht mit den Lehrkräften geklärt werden konnten, waren die zuständigen Abteilungsleiter oder in meinem Fall der Schulleiter, der mein Klassenlehrer war, stets zur Stelle und hatten ein offenes Ohr. Besonders gut fand ich, dass sich die Schulleitung in jedem Schuljahr bei uns in den Klassen vorgestellt hat. Und ein Blick auf unsere Homepage reicht eigentlich schon, um alle Lehrer zu finden. Im Großen und Ganzen ist die Qualität der Lehrkräfte sehr hoch. 

Simon: Ich würde noch ein zwei Punkte ergänzen, der Rest wurde schon gesagt. Hervorheben will ich die Internationalität und die Offenheit, die extrem vielen Partnerschulen und Austauschprogramme sowie die VABO-Klassen. Wir haben ein ausgezeichnetes Klima hier und ich komme immer gerne hierher.

Yusuf: Was ich gut finde, ist, dass die Schüler im Ganztagsbereich einen Aufenthaltsraum haben, wo sie eine Mikrowelle und einen Wasserkocher haben. Zudem finde ich, dass es hier an der Schule sehr diszipliniert zugeht und die Regeln streng durchgezogen werden. Das finde ich gut, denn an anderen Schulen ist das nicht so.

Marvin: Ich kann aus Erfahrung sagen, dass man, wenn man ambitionierte Ziele vor Augen hat, man motiviert und bereit ist, alles zu geben, dann bekommt man von der Schule alle Möglichkeiten und Unterstützung, um sein Ziel zu erreichen. Wenn man diese Eigenschaften nicht mitbringt oder sich aneignet, wird man an der ASS Schwierigkeiten haben. Ich empfehle sehr gerne die ASS, weil ich viel geboten bekomme und ich auf der Schule viele gute Erfahrungen gesammelt habe.

Elba: Was man auf jeden Fall hervorheben sollte, ist, dass die Lehrer hier immer bereit sind, für die Schüler da zu sein. Das zeichnet diese Schule aus.

Marvin: Vor allem, wenn man zeigt, dass man richtig Bock hat.

Elba: Ich würde sogar sagen, abgesehen davon, ob man Bock hat oder nicht. Ich muss sagen, in meiner Abizeit war ich echt nicht der einfachste Schüler. Ich habe es schleifen lassen. Aber ich weiß noch genau, wie die Lehrer zu mir sagten, dann ist es eben so. Herr Gundelsweiler sagte zu mir, Elba, so ist es im Leben, manchmal läuft’s, manchmal läuft’s nicht, als Mensch soll man gut sein. Und das schätze ich an dieser Schule, dass die Menschlichkeit im Vordergrund steht und nicht nur die Leistung.

Simon: Man wird so toleriert wie man ist. Die Lehrer kommen offen auf einen zu und wenn man merkt, es läuft gerade nicht, dann sagen die auch persönlich – so war es zumindest bei meinem Mitschüler – „Hey, was ist los? Gibt es irgendwas? Kann man dir vielleicht helfen?“ Die Lehrer sind ganz oft das Zünglein an der Waage, nicht nur im Zeugnis, sondern auch motivationstechnisch.

Yusuf: Was ich auch gut finde, ist, dass die Lehrer uns einen Plan B empfehlen, wenn man z.B. das zweite Jahr im BK nicht schafft. Sie empfehlen uns Ausbildungsstellen. Ich finde es gut, dass sie sich darum kümmern.

Marvin: Ich kann immer zu meinen Lehrern kommen, wenn ich etwas zu besprechen habe. Mit meinem Klassenlehrer Herrn Erdmann hauptsächlich. Ich habe z.B. ein eigenes Unternehmen und habe mit ihm schon meinen Businessplan und ähnliches durchgesprochen. Ich finde, es ist an der ASS eher ein freundschaftliches Verhältnis mit den Lehrern.

Yusuf Can

Würdet ihr anderen Schülern die Schule empfehlen?

Yusuf: Ich würde die Schule nicht jedem Schüler empfehlen. Zum Beispiel nicht Schülern, die mal kommen und mal nicht, also schwänzen. Denn es ist nicht so wie bei anderen Schulen, wo man ein Auge zudrückt. Sondern ich würde es Schülern empfehlen, die hierherkommen wollen, um die zwei oder drei Jahre durchzuziehen.

Elba: Ich würde sogar widersprechen. Ich würde es gerade auch den Schülern empfehlen, die nicht wirklich eine klare Linie haben, weil sie dann hier eine klare Linie bekommen.

Simon: Und dann aufwachen.

Elba: Weil sie sich hier auch entsprechend weiterentwickeln. Ich würde es definitiv dem Großteil der anderen Schüler empfehlen, hierherzukommen, weil die Schule top aufgestellt ist und viel bietet. Und man kommt sehr gut hierher, ob öffentlich oder privat.

Simon: Ich würde es auch allen empfehlen, die die Möglichkeit haben, hierherzukommen. Das gute Klima ist positiv für Schüler, die gut sind, aber auch für Schüler, die noch Schwierigkeiten haben.

Verstehe ich es richtig, dass eurer Meinung nach das Einhalten von Regeln und die gewisse Strenge auch zu einem respektvollen Verhältnis gehören?

Yusuf: Ich nehme das als positiv war, weil ich es nicht mag, wenn es einen Schüler gäbe, der immer kommt und die Sache durchziehen möchte und einen anderen, der sich um nichts kümmert, mal kommt und mal nicht, und es würde nichts passieren. Dann würde der ordentliche Schüler irgendwann denken: Also wenn dem nichts passiert, dann habe ich vielleicht auch mal keinen Bock zu kommen. Ich finde, das würde die guten Schüler herunterziehen und wäre unfair.

Simon: Ich würde sagen, es gibt hier eine gewisse Stringenz und eine klare Linie. Das merkt man vor allem auch im Vergleich zu meiner alten Schule. Aber es ist keine übertriebene Strenge, sondern eher eine gute Leitlinie, an der man sich orientieren kann und an der sich auch die Lehrer orientieren. Z.B. wird hier von Lehrern schon bei Lautstärken eingegriffen, die an der alten Schule vollkommen normal waren. Dort hatte ich teilweise auch Probleme mit dem Lärmpegel. Hier herrscht eine respektvolle Atmosphäre, die angenehm ist, aber bei der man auch weiß, welche roten Linien es gibt.

Elba: Hier haben die Schüler viele Freiheiten, aber sie lernen ganz schnell ihre Grenzen kennen. Das handhabt jeder Lehrer anders, aber man lernt ganz schnell, was man tun soll und nicht tun soll. Ich denke, wenn man gegen die Regeln verstößt, wird auch mit Konsequenzen reagiert. Das halte ich für richtig. Die Strenge hier ist angemessen.

Marvin: Sonst würde man ja auch nichts für’s Leben lernen. Und das ist ja eigentlich das Wichtigste, was man in der Schule lernt. Nicht unbedingt das Wissen, das man sich aneignet, sondern wie man mit gewissen Dingen umgeht, wie man selbständig arbeiten kann und dass einem nicht alles in den Schoß gelegt wird. 

Marvin, du bist ja schon länger an unserer Schule. Kannst du uns deine Laufbahn kurz schildern?

Marvin: Das finde ich ja gerade das Gute an unserer Schule, dass man weitermachen kann. Meinen Hauptschulabschluss habe ich bei mir im Ort gemacht und ich war echt kein guter Schüler. Ich hab’s dann hier in die Wirtschaftsschule geschafft, weil mich das Wirtschaftliche interessierte, was ich in den Unternehmen meiner Eltern gemerkt habe. Die WS war eigentlich eine gute Zeit für meine Entwicklung, weil ich ein bisschen erwachsener geworden bin und eine andere Denkweise gelernt habe. Jetzt mache ich noch das zweijährige BK mit Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik. Und mich hat eigentlich jede Stufe weitergebracht. Ich hätte nach der WS auch auf eine andere Schule gehen können, aber ich bin hiergeblieben und das zeigt eine Besonderheit unserer Schule. Es ist schon geil hier. Jetzt, wo es langsam auf’s Ende zugeht und ich weiß, dass ich bald nicht mehr hier bin, tut’s ein bisschen weh. Daher möchte ich hier noch etwas bewegen.

Elba kann das ja sogar noch toppen. Er ist der dienstälteste Schüler bei uns. Kannst du uns deinen Werdegang beschreiben?

Elba: Nach meinem Hauptschulabschluss, den ich Nürtingen gemacht habe, bin ich an die zweijährige Wirtschaftsschule der ASS gekommen, mit dem Ziel, die Mittlere Reife abzuschließen und abzuwarten, was passiert. Nach meiner Mittleren Reife wusste ich, dass für das BK oder das WG nur die ASS infrage kommt. Letztendlich habe ich dann mein Abitur ebenfalls an der ASS auf dem WG gemacht. Das war für mich die schönste Zeit, die ich in meiner Jugend hatte und ich erinnere mich immer wieder gerne an diese Zeit zurück. Nach meinem Abitur habe ich mich entschlossen, eine Ausbildung zu machen, da mich das Lernpensum des Studiums meiner beiden älteren Geschwister, die beide auch an der ASS waren, abgeschreckt hat. Dass die KSK ihre Azubis an die ASS schickt, ist für mich ein Traum. Die Berufsschulzeit ist dadurch für mich wie eine Rückkehr in mein schulisches Elternhaus. Dass ich der Schule die Treue halte, liegt daran, dass ich viele Lehrer schon kenne und einfach eine fantastische Zeit hier hatte und hoffentlich noch haben werde.

Marvin Herzog

Kommen wir zum großen Thema Schulhausneubau. Wir ziehen in den Osterferien um. Welche Erwartungen habt ihr denn an eure neuen vier Wände?

Simon: Dadurch, dass die Sache immer so am Horizont stand, habe ich mir noch gar keine konkreten Gedanken gemacht. Ich glaube, neue Klassenzimmer, neue Atmosphäre, ein etwas frischeres optisches Aussehen, vielleicht auch aufgefrischte Motivation für die Schüler, neuer Campus, neues Gebäude, neue mediale Ausstattung.

Yusuf: Mir fällt eigentlich gar nicht so viel ein, da es momentan nicht wirklich viele negative Sachen an der Schule gibt. Ich fand es zunächst eher unnötig als ich davon gehört habe. Ich kannte den Grund für den Neubau auch gar nicht. Ich denke, es kommt auf das Gleiche raus.

Elba: Man hat die Erwartung, dass man sich wohl fühlt, wie hier auch. Da so viel Geld hineingesteckt wurde, hofft man, dass dort mehr Platz für die Schüler sein wird. Und nicht nur eine Aula, sondern zwei, sodass wir Schüler mehr Platz haben, um uns auszubreiten.

Marvin: Ich hoffe, dass die Fenster dicht sind. Das ist hier eines der größten Probleme. Bei uns zieht es rein. Es weckt auch ganz andere Ambitionen, wenn man aus so einem 70er Jahre Plattenbau wie hier in ein ganz neues, modernes Gebäude umzieht. Es wird sicher ganz toll. Von außen sieht es schon gut aus. Es wird viele Möglichkeiten bieten, etwas Cooles daraus zu machen.

Simon: Vielleicht auch einige neue Aktionen durchzuführen und das auf einer ganz anderen Ebene machen zu können. Gerade z.B. das Konzert mit schöner Bühne und großem Raum mit guter Ausstattung. Bild Neubau

Gibt es etwas, das ihr vermissen werdet?

Yusuf: Auf jeden Fall unser Zimmer mit Wasserkocher und Mikrowelle. Ich hoffe, es wird so etwas auch im Neubau geben.

Elba: Ich muss ehrlich sagen, dass ich die Aula vermissen werde. Und ich werde wohl auch das Altmodische an der Schule vermissen sowie das alte Büro von Herrn Gundelsweiler, weil ich dort viel Zeit verbracht habe.

Simon: Ich glaube, es werden tatsächlich die Erinnerungen an schöne Events sein, die man erlebt hat. Die sind ja immer verknüpft mit dem Ort. Ich kenne das aus dem Privaten, da wir auch erst umgezogen sind. Man hat viele gute Erinnerungen an Erlebnisse mit Klassenkameraden im Klassenzimmer. Das Gebäude war ein Stück weit Heimat, wo man sich wohlfühlt.

Marvin: Aber ich glaube, das wird auch schnell abgelegt. Wenn man dann in einem neuen Gebäude drin ist, ist es etwas ganz anderes. Ich sehe das so. Wenn ich mir den Infoabend anschaue, wo andere Schüler hierherkommen. Für sie ist dies hier ein besserer Standard als auf den Schulen, wo sie herkommen. Sie sind oft schon von diesem Gebäude hier begeistert. Und wenn man dann einen krassen Neubau wie wir hat, dann hat das schon was. Und wer kann von sich schon behaupten, dass er in seiner Schulzeit in ein neues Gebäude eingezogen ist. Ich denke, es wird besser und haucht unserer Schule noch zusätzliches Leben ein. Bild Altbau

Noch eine Frage zu eurem Amt. Inwiefern könnt ihr es nach einem halben Jahr Erfahrung anderen empfehlen, Verantwortung in der SMV zu übernehmen?

Simon: Ich denke, wenn man Lust hat, etwas zu bewirken und zu leisten sowie Verantwortung zu übernehmen, dann ist es das Richtige. Man sollte kommunikativ sein, da man viel mit Schülern und Lehrern zu tun hat. Kreativität ist nicht schlecht, wenn man Lust darauf hat, auch ein paar Dinge zu überarbeiten. Marvin ist glaube ich das Musterbeispiel für frische Ideen. Man muss auch Spaß daran haben, sich für seine Schule zu engagieren. Jeder kann sich bewerben und hat die Chance, etwas zu bewegen.

Marvin: Ich finde, man sammelt wertvolle Erfahrungen und lernt etwas für’s Leben.

Kommen wir noch zu einem anderen aktuellen Thema. Die ASS ist seit Neuestem bei Instagram aktiv. Was haltet ihr davon? 

Elba: Man muss ganz klar sagen, dass in der heutigen Zeit die sog. Social Media nicht mehr wegzudenken sind. Dass die ASS hier aktiv ist, spricht meiner Meinung nach für die Schule. Das ist sehr gut. Ich denke, in zwei bis drei Jahren werden die anderen Schulen das auch nutzen. Nicht unbedingt, weil sie es so möchten, sondern weil sie es müssen. Das bietet einfach einen Kommunikationsweg, den nicht viele bieten. Und meines Wissens versucht die ASS immer sehr kommunikativ mit Schülern und nach außen hin zu sein.

Simon: Gerade ist es eher noch etwas Untypisches.

Marvin: Und es ist eigentlich auch geil!

Simon: Es ist cool. Es ist der Trend, die aktuelle Entwicklung.

Marvin: Vor allem sind wir medial eine solch gut entwickelte Schule, von der Hard- bis zur Software, und es ist auch sehr cool. Wenn ich jetzt an eine Schule komme, z.B. am Infotag, dann sehe ich nur das, was mir an diesem Tag präsentiert und vorgestellt wird. Aber wenn man dann auf Instagram geht und das aktive Schulleben sieht, dann würde ich schon sagen, ich gehe lieber auf die ASS. Ich glaube, um Schüler zu gewinnen, ist es echt eine gute Plattform. Wobei sie die Werbung bei mir jetzt langsam mal auslassen könnten. Man muss eben auch mit der Zeit gehen. Das ist ein gutes Zeichen. Und warum soll das eine Schule nicht machen, aber jedes Unternehmen macht es. Ich kenne das eben aus dem Start-Up-Bereich. Social Media ist dort das Leben und bringt den Traffic auf den Onlineshop.

Wo ihr jetzt schon erwähnt habt, dass es wichtig ist, etwas über andere zu erfahren: Wie findet ihr denn den „Albert“ als Schulmagazin?

Elba: Ich finde es gut, dass es den „Albert“ gibt, denn er repräsentiert die Schule. Er gibt den Schülern die Möglichkeit, mal reinzuschauen und zu sehen, was passiert. Es zeichnet wiederum die Schule aus, da sie somit einen weiteren Kommunikationsweg anbietet. Man hat einen Einblick. ER zeigt auch die Flexibilität und Vielseitigkeit der Schule, z.B. bei der wechselnden Wahl der Interviewpartner.

Yusuf: Man ist zwar jeden Tag hier, aber man sieht im „Albert“ Dinge, mit denen man gar nicht gerechnet hat. Es gibt so viele Sachen an unserer Schule, von denen wir gar nichts wissen. 

Zum Abschluss die Sternchenfrage: Wie seht ihr die aktuelle Situation rund um das Coronavirus? Welche Sorgen macht ihr euch? Was sollte von Schulseite eurer Ansicht nach unternommen werden?

Yusuf: Ich finde, dass die Schule momentan nichts machen kann. Wir können ja nicht bei jedem Hype die Schule unterbrechen, denn das würde das System zerstören. Nur dann, wenn Schüler an der Schule infiziert sind, könnte man sie für eine Woche schließen. Für mich wäre es nicht gut, wenn die Schule jetzt schließen würde, dann wäre ich im Ferienmodus. Man könnte mehr Desinfektionsmittel anbieten.

Elba: Man sollte sich damit beschäftigen und es nicht auf die leichte Schulter nehmen. Man sollte die Krankheit respektieren, bei Symptomen zu Hause bleiben und keine Panik machen. Die Schule könnte Desinfektionsmittel und Seife zur Verfügung stellen.

Simon: In Panik auszubrechen, nutzt niemandem. Das Wichtigste ist, die Ruhe zu bewahren, sowohl von Seiten der Regierung als auch von Seiten der Schulleitung. Desinfektionsmittelspender in der Aula wären sinnvoll, damit man sich die Hände desinfizieren kann, bevor man isst. Und vielleicht könnte man auch noch einmal auf die Wichtigkeit der Hygienemaßnahmen hinweisen.

Elba: Man könnte auch Plakate aufhängen, die zeigen, wie man sich richtig die Hände wäscht, wie sie in Unternehmen jetzt überall sieht.

Marvin: Ich würde von Schulseite klarer darüber kommunizieren. Denn von den Medien wird das Thema in Dauerschleife behandelt und daher finde ich, dass die Schule die Verantwortung hat, aufzuklären und die Meinungen einzuordnen. Ich erinnere mich an die Schweinegrippe. Damals wurde bei uns an der Hauptschule überall informiert, wie man Hände waschen soll. Wir wurden kurz aufgeklärt, was das heißt und was man tun kann. Ich denke, wenn das Virus hier irgendwann expandieren würde, wäre man gezwungen, die Schule zu schließen. Ich selbst habe keine Angst davor, ich habe nur Angst um gewisse Personen in meinem Umfeld. Doch auch wenn ich keine Angst davor habe, sollte man trotzdem Rücksicht auf andere Gesellschaftsgruppen nehmen und die Risikogruppen dadurch schützen.

Vielen Dank für eure Zeit und das angenehme Gespräch.