Neubau für die Albert-Schäffle-Schule

Der Neubau für die Albert-Schäffle-Schule ist in trockenen Tüchern. Nach dem einstimmigen Beschluss des Kreisrats zum Neubau der Schule ist jetzt sicher, dass die ASS im April 2020 in ihr neues Domizil ein paar hundert Meter westlich des bestehenden Sportplatzes auf dem Säer zieht. Der Neubau, der mit 25,7 Millionen Euro veranschlagt ist, wird hinsichtlich Räumlichkeiten und Ausstattung keine Wünsche offenlassen. Vor allem im IT-Bereich wird das Gebäude auf dem neuesten Stand sein und den Anforderungen der voranschreitenden Digitalisierung mehr als genügen. Zu klassischen und altbewährten Raumstrukturen für den Unterricht kommen Elemente wie eine Schülerküche, drei Schülerarbeitsräume sowie ein Aktivitätenzimmer hinzu. Sie tragen dem Umstand Rechnung, dass viele Schüler faktisch mehrmals pro Woche den ganzen Tag an der Schule verbringen. Aber auch die Lehrkräfte dürfen sich über Verbesserungen freuen. So wird eine Reihe zusätzlicher kleiner Lehrerzimmer die Arbeit an der Schule deutlich erleichtern.

Die Schulleitung der ASS war in die Planungen immer eng einbezogen und dankt auf diesem Wege den Verantwortlichen des Landkreises und des Planungsbüros Quantum für die vertrauensvolle und reibungslose Zusammenarbeit.

Schulleiter und Landrat baggern gemeinsam –
Der „Baggerbiss“ für das neue Schulgebäude der ASS

Baggerbiss

Ein Landrat und ein Schulleiter, beide im eleganten Anzug, die mit sichtbarer Freude gemeinsam auf einem imposanten gelben Bagger stehen und mit der riesigen Baggerschaufel ein symbolisches Loch ausheben – dieses außergewöhnliche und symbolträchtige Bild gab es am 03. Mai 2018 auf dem Säer zu bestaunen.

Aber außergewöhnlich war schließlich auch der Anlass: Denn an diesem Tag wurde auf der Baustelle an der Albert-Schäffle-Straße/Säerstraße feierlich der sogenannte Baggerbiss für das neue Schulhaus der Albert-Schäffle-Schule begangen. Ein Festakt, der den Beginn der Bauarbeiten für die Öffentlichkeit symbolisiert.   

Landrat Heinz Eininger, dessen Landkreis Esslingen fast 28 Millionen Euro in die neue Heimat der kaufmännischen Schule investiert, eröffnete den Festakt mit einer Rede und betonte gleich zu Beginn seine enge persönliche Beziehung zur ASS: „Hier oben auf dem Säer habe ich selbst noch Abitur gemacht.“ Nostalgie zum bisherigen Schulgebäude komme allerdings trotzdem nicht in Frage, da „ein Neubau heute paradoxerweise billiger ist als die Sanierung des alten Gebäudes“. Vor allem dann, wenn diesem Gebäude mittlerweile „Probleme mit der Statik und dem Brandschutz“ zu schaffen machen. Wichtig sei dem Landkreis außerdem, dass „mit der Millioneninvestition gerade eine berufliche Schule langfristig gestärkt wird, denn kaum eine andere Schulart eröffnet mehr Aufstiegschancen und in der ganzen Welt beneidet man Deutschland um diese Schulart.“ Außerdem biete dieser Neubau der ASS direkt neben der Fritz-Ruoff-Schule den Vorteil, „dass der Schulcampus-Gedanke künftig noch aktiver gelebt wird und die Synergien zwischen den beiden beruflichen Bildungsstätten effektiver genutzt werden.“ Nicht zuletzt verwies Landrat Einiger auf seriöse Prognosen, wonach „mittelfristig wieder anwachsenden Schülerzahlen zu erwarten sind“, weshalb der Neubau eine notwendige und sinnvolle Investition im Sinne einer langfristigen Schulentwicklung sei.

Auch der Nürtinger Baubürgermeister Andreas Neureuther betonte die große Bedeutung der ASS für die hiesige Bildungslandschaft und unterstrich, dass bei dem Neubau „auf einen hohen energetischen Standard und auf Nachhaltigkeit geachtet wird, so dass das neue Gebäude fast CO2-neutral sein wird“.

Schulleiter Thomas Gundelsweiler schwärmte in seiner abschließenden Rede, welch „fantastische Chance der Neubau für alle Lehrer und Schüler der ASS“ sei. Nicht zuletzt lobte er die „enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Landkreis, wobei die Wünsche der künftigen Nutzer bei der Planung durchaus gehört und berücksichtigt werden“, was keineswegs selbstverständlich sei.

Von der Baustelle machten sich die ca. 150 Besucher auf zum bisherigen Schulgebäude, wo sie ein Buffet der „Ebermann Gastronomie“ erwartete, bei dessen Anblick sich manch ein Besucher zwei Mal überlegte, ob er die kulinarischen Kunstwerke mit einem schnöden Biss zerstören sollte. Während des Stehempfangs sorgten „The Alberts“ mit ihren stimmgewaltigen Sängern Yan Mushegera, Gizem Bozdemir und Jule Heszler für musikalische Unterhaltung und bewiesen den anwesenden Politikern, „dass es sich lohnt einen Schulband-Raum im neuen Schulhaus genehmigt zu haben“, wie Schulleiter Thomas Gundelsweiler schmunzelnd ankündigte.  

Außerdem wartete in der Schulaula auf die Gäste eine Ausstellung, die den bisherigen Baufortschritt anhand einer Photoserie veranschaulichte. Auf große Neugier der Gäste stießen auch die ausgestellten großformatigen Baupläne, die einen konkreten Eindruck vom künftigen Schulhaus ermöglichten. So bleibt der „Baggerbiss“ als ebenso informativer, wie symbolträchtiger und wegweisender Nachmittag für die Zukunft der ASS in Erinnerung.

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