Cast your voice for democracy – Eine Reise in die Wiege der Demokratie

Eine Erasmus+-Begegnung auf Kreta voller Gemeinschaft, Gastfreundschaft und unvergesslicher Momente

Der frühe Vogel fängt ja bekanntlich den Wurm – oder in unserem Fall den Flieger. Schon um 4:30 Uhr trafen wir uns mit Schülern der WGJ1A am Stuttgarter Flughafen. Etwas verschlafen, aber voller Vorfreude, ging es los Richtung Kreta. Nach der Landung in Heraklion und einer langen Busfahrt erreichten wir schließlich Rethimno, wo unsere Gastfamilien uns herzlich empfingen. Manche wurden direkt mit einem typisch kretischen Essen überrascht – ein perfekter Start!

Am nächsten Morgen stieg die Spannung: das erste Treffen mit allen Schülerinnen und Schülern der Partnerschulen. Zunächst herrschte noch ein bisschen Zurückhaltung, doch schon nach den ersten Kennenlernspielen war das Eis gebrochen. Aus einer Gruppe Fremder wurde Schritt für Schritt ein richtiges Team. Genau darum ging es auch: vom abstrakten Begriff „Europäer“ hin zum spürbaren Gefühl von Gemeinschaft.

In den Workshops drehte sich alles um Demokratie. Gemeinsam erarbeiteten wir in internationalen Teams Präsentationen zu Menschenrechten und demokratischen Werten, diskutierten über die Rolle von Schülervertretungen und sprachen offen über Vielfalt, Ungleichheiten und Hassrede im Internet. Besonders spannend fanden viele von uns das Spiel „Guess the Democracy Threats“ – ein Ratespiel, das uns die Gefahren für demokratische Strukturen auf spielerische, aber eindringliche Weise vor Augen führte.

Natürlich kam auch das Leben außerhalb des Klassenzimmers nicht zu kurz: Beim Gastronomie-Workshop wurden kretische Spezialitäten von Schülern und Lehrern zubereitet – und das Beste: hinterher aßen wir alle gemeinsam! Von Dakos bis Tsatsiki und Süßspeisen, wir waren begeistert. Niemand wollte sich vom Buffet lösen.

Auch kulturell wurde uns einiges geboten. Der Besuch des historischen Arkadi-Klosters beeindruckte viele von uns besonders, ebenso die Tour durch das Eleutherna-Museum und ein Töpfer-Workshop im traditionellen Dorf Margarites. Geschichte zum Anfassen – im wahrsten Sinne des Wortes. In der Töpferei gab es dann einen Moment, den wir auch nicht mehr so schnell vergessen werden.  Wir erfuhren von einer sehr alten Tradition, bei der Wünsche und Hoffnungen auf Keramik geschrieben und dann zerbrochen und verbrannt wurden. Ein starkes Gemeinschaftsgefühl entstand als die Schüler ihre Hoffnungen und Wünsche für die Menschheit vorlasen.

Nach einer wunderschönen Woche voller Gastfreundlichkeit, Freude und gemeinsamen Momenten, hieß es Abschied nehmen - doch nicht ohne ein unvergessliches Abschlussfest. Es wurde gemeinsam gegessen, gesungen, gelacht – und natürlich getanzt. Unsere Schüler waren ganz vorne mit dabei. Auch wer anfangs zögerte, wagte sich schließlich in die Kreise des griechischen Tanzes.

Unser Fazit: Wir haben nicht nur unglaublich viel über Demokratie gelernt, sondern auch Freundschaften geschlossen, die weit über die Projekttage hinaus Bestand haben. Die Gastfreundschaft, die wir erleben durften, und die enge Gemeinschaft, die entstanden ist, werden wir so schnell nicht vergessen. Cast your voice for democracy – für uns bedeutet das nun auch: Demokratie lebt von Begegnung, Offenheit und echten Verbindungen. Die Tränen von Gastfamilien und SchülerInnen beim Abschied haben dieses Gefühl eindrucksvoll bestätigt.“

Projektoutput: