Europa ist in Bewegung: Menschen begegnen einander, bringen unterschiedliche Erfahrungen mit und suchen gemeinsam ihren Platz in der Gesellschaft sowie im Arbeitsleben. Doch Sprache, kulturelle Unterschiede und Diskriminierung können diese Annäherung erschweren. Wie lassen sich solche Hindernisse überwinden und was können junge Menschen selbst dazu beitragen, dass Inklusion gelingt? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die internationale ERASMUS+-Projektwoche an der Albert-Schäffle-Schule (ASS) in Nürtingen.
Vom 14. bis 22. März 2026 kamen Jugendliche der Partnerschulen aus Portugal, Griechenland und der Tschechischen Republik mit Schülerinnen und Schülern der 11. Klasse des Wirtschaftsgymnasiums sowie der VABO-Klasse zusammen. Eine Woche lang sollte Europa nicht nur auf der Landkarte näher rücken: Im gemeinsamen Dialog ging es darum, welche Türen sich öffnen müssen, damit alle mitreden, mitgestalten und ihren Weg ins Berufsleben finden können. Das Treffen war Teil des von der Europäischen Union geförderten Projekts „Cast your Voice for Democracy!“. Nachdem im ersten Projektjahr die freie Meinungsäußerung und die Wichtigkeit von Mitbestimmung – etwa in Form von Wahlen – im Mittelpunkt gestanden hatten, richtete sich der Blick nun auf die Bedingungen, die echte Mitwirkung erst ermöglichen, sowie auf die Verantwortung, die jede und jeder Einzelne dafür übernehmen kann.
Von der Neugier zum Demokratieverständnis
Verständigung beginnt mit Neugier: Wer einander kennenlernt, kann Unterschiede besser verstehen und Gemeinsamkeiten entdecken. Deshalb bekamen die Teilnehmenden zu Beginn der Projektwoche die Gelegenheit, sich in intensiven Vorstellungsrunden über die kulturellen Besonderheiten und Vorlieben aller Partnerländer auszutauschen.